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Ungelesene Beiträge
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Das zieht einem ja die Hosen aus. Jetzt gehen die Grünen in Koalitionsverhandlungen mit schwarz-gelb. Und das nur, weil Oskar Lafontaine seinen Anspruch auf den Fraktionsvorsitz der Linken im saarländischen Landtag geltend machen will. Freilich hat Oskar die Grünen im Vorfeld der Wahl schwer durch den Kakao gezogen ("Wer grün wählt, wird schwarz aufwachen") - wohl hoffend, dass dieser Trupp für eine Regierungsbildung nicht benötigt würde. Diese Rechnung ging nicht auf. Jetzt half auch leichtes Zurückrudern nicht, und der anstrebte Funktionwechsel Lafontaines brachte das Fass zum Überlaufen.
Bei allem Ungeschick im rot-roten Lager: Dass sich die Grünen in ihrer politischen Entscheidung von Personalien und nicht von Passfähigkeiten in Parteiprogrammen leiten lassen, dürfte einmalig in der Geschichte dieser Partei sein. Zwar hat es immer Personen gegeben, die grüne Grundwerte verletzten (s. Mr. KosovoNabucco). Doch die Hinwendung zu schwarz-gelb - einer Gruppierung, die den Kernkraftwahnsinn und Dumpinglöhne weiter forcieren, den Mindestlohn wieder ausdünnen und den Kündigungsschutz weiter aushöhlen möchte - ist glatter Verrat an den ökologisch-sozialen Grundwerten der Grünen. Trettin, der den Teufel tut, sich da einzumischen, spricht von einer saartypischen Situation - die sich nicht auf den Bund übertragen lasse. Er knirscht dabei mit den Zähnen. Ich persönlich bin als "Grünen-Wähler" mehr als frustriert. Wenn das so weiter geht, ist auch diese Partei für mich nicht mehr wählbar.Ulrich Scharfenorth, Ratingen
 www.stoerfall-zukunft.de